15. Okt 2007
Was passiert, wenn man das Bibelstudium “im stillen Kämmerlein” öffentlich macht? Wenn — befeuert und unterstützt durch aktuelle und zukünftige Technologien — Menschen im virtuellen Raum zusammenkommen, um gemeinsam die Bibel auszulegen? Wie könnte so ein Mediensystem aussehen? Spannende Fragen, denen ich im Rahmen meiner Diplomarbeit nachgegangen bin.
Angefangen hat mein Interesse an diesem Thema eigentlich — und das erkenne ich erst jetzt — mit einer Unzufriedenheit. Unzufriedenheit darüber, wie wenig — nach meiner persönlichen Erfahrung — in Gemeinden eine Art “Basistheologie” praktiziert wird, bei der sich bei jedem einzelnen theologische Standpunkte und Meinungen bilden. Sicherlich, so mag man einwenden, gibt es auf dem persönlichen Weg mit Gott verschiedene “Reifestufen”, und ein Meinungsbildungsprozess kann dementsprechend lang und wechselhaft sein. Das ist richtig, aber es gehört zum persönlichen Wachstum eben auch dazu, nicht nur grundsätzlich unkritisch und unreflektiert das Wort von vorne (Kanzel ist zu altmodisch) aufzunehmen, sondern ein solides Glaubensfundament auszubilden, das auch kritischen Fragen standhält. Hier stehen besonders fundamentalistische Positionen und Haltungen zu Recht in der Kritik.
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11. Jun 2007
In seinem Buch Exiles: Living Missionally in a Post-Christian Culture wendet sich Michael Frost, CoAutor von The Shaping of Things to Come, an Exilanten, Christen, die “mit der nagenden Spannung leben, weder in der Welt, noch in der Kirche, wie sie sie gekannt haben, zuhause zu sein.” Frost sieht in der nachkonstantinischen Zeit eine kirchengeschichtliche Fehlentwicklung, infolge derer
„… sich das Christentum von einer dynamischen, revolutionären sozialen und geistlichen Bewegung in eine statische religiöse Institution verwandelte, begleitet von Strukturen, Priesterschaft und Sakramenten.“
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11. Apr 2007
Über gewohnte und ungewohnte Formen der Kommunikation.
Mit Sprachspiel ist hier eine Form der Kommunikation gemeint, die gewissen Regeln folgt, nach gewissen Normen funktioniert.
Francois Lyotard legt seiner berühmten Studie Das postmoderne Wissen eine modifizierte Theorie der Sprachspiele nach Wittgenstein zu Grunde. Der Terminus “Sprachspiel” ist dabei weniger im Sinne von ’spielerisch’, ‘verspielt’ oder ’spaßig’ zu verstehen. Mit Sprachpiel ist hier eine Form der Kommunikation gemeint, die gewissen Regeln folgt, nach gewissen Normen funktioniert - so wie beispielsweise ein Schachspiel: Es läuft nach bestimmten Regeln ab und lebt von festgelegten Rahmenbedingungen.
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8. Jan 2007
Inspiriert vom Kosmoblog, auf dem täglich einige Artikel zur Lektüre empfohlen werden, dachte ich mir, dass eine monatliche Lektüreliste auch hier interessant sein könnte. Aus diesem Grund beginnen wir heute einmal mit fünf Artikeln die mir in den letzten Wochen zu denken gaben:
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18. Apr 2006
Ok, das war eine Woche bei ›Salomon’s Porch‹.
Bei unserem Sonntagabend Gottesdienst bist du in eines unserer Sofas gesunken und hast gelernt wie und warum wir unsere Gottesdienste interaktiv und ganzheitlich machen.
Du kamst zu unserer Jogaklasse und hast unsere Achtung für die physikalischen Dimensionen von Anbetung und Leben in Jesus miterlebt.
Am Dienstag warst du Teil der Bibeldiskussion in der unsere Predigten Gestalt annehmen und hast erlebt, wie wir die Lehrautorität im Gespräch teilen.
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